Neue pädagogische Hilfsmittel der CNPD

Leonora: Ein neues, innovatives und lehrreiches Toolkit, um junge Menschen für digitale Themen zu sensibilisieren

Die Nationale Datenschutzkommission (CNPD) hat am 5. Juni 2026 im Rahmen einer Veranstaltung im Forum Geesseknäppchen in Anwesenheit von Ministerin Elisabeth Margue und Minister Claude Meisch sowie zahlreicher Schüler und Akteure aus dem Bildungs- und Digitalbereich offiziell das Toolkit „Leonora“ vorgestellt.

Diese Initiative ist Teil des europäischen Projekts WTOON, das von der CNPD koordiniert und vom europäischen Programm „Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte“ (CERV) unterstützt wird. Sie zielt darauf ab, Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren für Fragen des Datenschutzes und der Privatsphäre zu sensibilisieren und bewährte Verfahren für einen bewussten Umgang mit sozialen Medien und der digitalen Welt im Allgemeinen auszutauschen.

Ein innovatives Bildungsprojekt, das von und für junge Menschen entwickelt wurde

Leonora basiert auf einem partizipativen Ansatz, der Schüler, Lehrer und Bildungsfachleute einbezieht. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Grundrechte im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten zu fördern und das kritische Denken junger Menschen im Umgang mit digitalen Medien zu stärken.

Im Mittelpunkt des Programms stehen innovative und leicht zugängliche pädagogische Tools, die nach dem Prinzip der Gamifizierung entwickelt wurden:

  • 2 kurze, für soziale Netzwerke geeignete Videos,
  • 4 pädagogische Webtoons (digitale Comics), die konkrete Situationen des digitalen Alltags behandeln,
  • Eine pädagogische Toolbox, bestehend aus
    • 1 LMS-Plattform (Learning Management System) mit Modulen, Ressourcen und Quizfragen,
    • 1 kollaboratives und interaktives digitales Spiel, das die Analysefähigkeit und den kritischen Geist fördert, sowie
    • 1 Kartenspiel, das richtige Reflexe und Peer-to-Peer-Lernen fördert.

Diese Vielfalt ermöglicht es, sich an unterschiedliche Lernstile anzupassen und das Engagement der Jugendlichen zu stärken.

Die Webtoons sind auf Französisch, Luxemburgisch, Englisch und Deutsch verfügbar und sollen inklusiv und für alle Jugendlichen zugänglich sein, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft oder ihrer sexuellen Orientierung.

Webtoons: ein Format, das sich besonders für junge Leute eignet und von wahren Begebenheiten inspiriert ist

Die Webtoons „Leonora“, die in Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Autor Lucien Czuga und dem Zeichner Marc Jost entstanden sind, präsentieren sich in einem modernen und ansprechenden Format, das speziell für das Lesen auf dem Smartphone konzipiert wurde.

Die Webtoons von Leonora basieren auf wahren Begebenheiten und bieten ein fesselndes und leicht zugängliches Erlebnis, das auf die Gewohnheiten und Interessen junger Menschen zugeschnitten ist.

Anhand der Abenteuer dreier Teenager, die von einer Cyberheldin aus der digitalen Welt begleitet werden, behandelt jede Folge ein zentrales Thema:

  • die Abhängigkeit von sozialen Netzwerken,
  • die Abhängigkeit von Online-Videospielen,
  • Cybermobbing und
  • die Weitergabe sensibler Inhalte, an denen Minderjährige beteiligt sind.

Ein Vormittag voller Austausch und Denkanstöße

Die Eröffnungsveranstaltung begann mit einer Begrüßungsrede der CNPD-Vorsitzenden Tine A. Larsen, gefolgt von den offiziellen Ansprachen der Minister.

Frau Larsen erklärte:

Der Schutz personenbezogener Daten ist ein Grundrecht, das schon von klein auf verstanden werden muss. Leonora ist eine vorbildliche Initiative, um Jugendliche auf innovative Weise und unter Berücksichtigung ihrer digitalen Realität zu sensibilisieren.“

Ministerin Margue fügte hinzu:

Für viele junge Menschen bleibt der Begriff der personenbezogenen Daten abstrakt, fast theoretisch. Dabei geht es dabei um etwas sehr Konkretes: das Recht, über die Verwendung der sie betreffenden Informationen zu entscheiden. Das Projekt Leonora ermöglicht es dank eines modernen und interaktiven Ansatzes, juristische Konzepte in konkrete, verständliche und realitätsnahe Situationen zu übersetzen.“

Minister Claude Meisch betonte seinerseits:

Digitale Bildung ist heute unverzichtbar. Mit Leonora geben wir jungen Menschen konkrete Werkzeuge an die Hand, um die Herausforderungen der digitalen Welt zu verstehen und einen kritischen Geist zu entwickeln, der für ihre Zukunft von entscheidender Bedeutung ist.“

Anschließend prägten drei thematische Sitzungen den Vormittag:

  • Sitzung 1: Vorstellung des WTOON-Projekts und der Leonora-Tools, an der insbesondere Experten der CNPD, des LMDDC und von BEE SECURE teilnahmen;
  • Sitzung 2: Kontext, Strategie und Einsatz der Tools, mit Vertretern des SCRIPT, des IFEN und des SNJ;
  • Sitzung 3: Rückmeldungen und Erwartungen der Zielgruppe, wobei Schüler, Lehrkräfte und Fachleute aus der Praxis zu Wort kamen.

Dieser Austausch hat die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Schutz von Jugendlichen in einem sich ständig wandelnden digitalen Umfeld sowie die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Bildungs- und institutionellen Akteuren deutlich gemacht.

Ein Engagement für künftige Generationen

Mit Leonora möchte die CNPD aktiv zum Aufbau eines sichereren, die Grundrechte achtenden und verantwortungsvollen digitalen Umfelds beitragen, indem sie jungen Menschen die Mittel an die Hand gibt, ihre Online-Präsenz zu verstehen, zu hinterfragen und zu steuern.

Dieses Projekt spiegelt eine feste Überzeugung wider: Die Vermittlung digitaler Kompetenz und des Datenschutzes ist heute ein wesentlicher Hebel, um die jungen Generationen in ihrer Entwicklung zu verantwortungsbewussten und selbstständigen digitalen Bürgern zu begleiten.

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